Annapolis Sailboat-Show and friends

Mit guten Freunden tafeln in Annapolis anlässlich der Sailboat Show

viel Spass mit Andrea und Olaf

Kein tropischer Sturm in Sicht, billige Flüge nach Baltimore zu haben, kurz entschlossen, entschieden wir uns, zur Sailboatshow nach Annapolis zu fliegen. Kerstin und Robert von der SY Trinity boten uns ihre Vorderkabine zum Uebernachten an, Andrea und Olaf von der SY Antares bereiteten uns einen gelungenen Empfang in dieser netten kleinen Stadt in der Nähe von Washington DC und Baltimore. Im Gegensatz zu Duesseldorf und Hamburg liegen hier alle Schiffe im Wasser, drum herum sind Zelte aufgebaut, Platz zum Cocktail trinken geschaffen und viel Athmosphaere. Den ersten Abend verbrachten wir in einem sehr auf Segler abgestimmten Restaurant ganz in der Nähe des Eastbound Marina, wo die beiden Yachten unterkamen, was bei dem Seglerandrang gar nicht so einfach war. Hanneke und Pim, von der holländischen SY Nelly Rose fanden gerade noch eine Mooringtonne. Auffallend nette Leute, in der Stadt, beim Service in den Restaurants, auf der Messe, trotz heftigem Regen, überall gute Stimmung. Runde Füße, bis auf die Haut nass geworden und dennoch einen herrlichen ersten Tag auf der Show verbracht. Abends wieder sehr gut im Restaurant Roma, Main Street essen, mit der ganzen Mannschaft dazu Marc und Lisa von der SY Tara, einer Hylos 54, die jetzt Richtung BVIs aufbrechen und dann mit der ARC Europe nach Portugal und weiter ins Mittelmeer segeln wollen. Auch Tulasi, die wunderschöne AMEL 64 von Anneliese und Manfred, war auf der Boatshow ausgestellt. Eine Freude auch die beiden lieben Menschen wieder zu treffen, die wir zuletzt in Le Marin, Martinique als Stegnachbarn hatten. Hunderte von Interessenten haben dieses herrlich schnelle und schoene Cruisingschiff angesehen. Viel zu putzen für die Amel Leute. Wir wurden liebevoll betreut, mal auf Trinity, mal bei Andrea und Olaf auf der Antares. Danke Ihr Lieben! Am dritten Tag, nachdem wir uns mit neuen Jacken von HH eingedeckt hatten, wurde dann auch das Wetter schöner, sogar die Sonne lachte die herrlichen Schiffe an, die im abgesperrten Hafen zur Besichtigung standen. Die Sotherly 57 hat es uns besonders angetan, Schwenkkiel mit bis zu 1 m einzuholen, trockenfallen möglich. Sehr gut verarbeitet, gut konzipiert, aber leider sehr teuer. Am Sonntag Abend, zum Abschluss unserer kleinen Reise gab es noch im Kreise der Segler eine vorzuegliche Bouillabaise, wie sie in Frankreich nicht besser ist. Mit einem Glas Champagner bedankten wir uns bei unseren Gastgebern und flogen mit kleinen Ersatzteilen beladen am Montag wieder nach Nassau. Eine gute Idee, dieser Ausflug, konstatierten wir, als wir wieder in unserem Cockpit in den Abend von Nassau blickten und die angenehme Wärme genossen, die der Herbst in Annapolis schon vertrieben hatte.

Vollpension auf That’s Life ……!

…with new crew!

Am 05.09. sind dann aus Orlando kommend, Stefan mit seinen Freunden Fabian, Benny und Colby eingetroffen. Guter Dinge nach einer Woche rund um Jacksonville, Party, Strand und Meer, hungrig und erwartungsvoll. All you can eat, am ersten Abend im „Marketplace“ Restaurant, ein paar Biere an Bord, Neuigkeiten ausgetauscht, so ging es sehr gut los, mit Kerzen und Geschenken in der Nacht. Liebevoll gestaltet von Stefan und Fabian. Am 6. haben wir dann eine kleine Rundfahrt gestaltet, mit Lunch in Lynfort Cay, der exklusiven Marina im Nordwesten der Insel. Das wohl älteste Luxusresort der Insel beherbergt vornehmlich Senioren aus den USA mit viel Platz zum Golfen. Teuer aber für uns unattraktiv. Abends zur Feier des Tages im „Dune“ one & only, bei herrlichem Abendrot, Sonnenuntergang und exquisiten Speisen und Getränken. Gute Gespraeche mit den Jungs, insbesondere mit Stefan, Gegenwart und Zukunft, Pläne und Träume!

Eine Odyssee gilt es noch zu beschreiben. Wir warteten schon zwei Wochen auf eine Chemikalie „Boracol“ für unser Teakdeck. Olaf von der „Antares“ hatte es fuer uns und sich geordert. Endlich ein Anruf vom Postamt, es sei da. Wir sofort ins Taxi, dort angekommen, ja erst muessen Sie zu einem Broker für die Importpapiere, dann zum Custems, dann Tax (Einfuhrzoll) bezahlen, dann wieder hier herkommen. Wir verwiesen unzulänglicher Weise auf „Yacht in Transit“! Nein, das gilt nicht für Farbe. Also quer durch die Stadt Nassau, alles erledigt, Broker bezahlt, aber jetzt sollte es 800 $ Zoll kosten. Ausserdem seinen die Papiere falsch ausgefüllt.Alles also von vorn, unserem Taxifahrer war es recht, aber peinlich! 800 $ wollen wir nicht zahlen, das war die ganze Ware ja nicht wert. Wir skypten mit Andrea und Olaf, die uns Papiere besorgten, dass es keine Farbe sei, also steuerfrei. Ich habe die Papiere einfach selbst geändert, dann ploetzlich wurde der Postler gnädig und gab alles für 16 $ raus ! So läuft es hier, 250 $ Taxi, 40 $ Broker, 14 Stunden Arbeit, um Pakete im Wert von 840$ ausgehaendigt zu bekommen.
Das von mir täglich im web konsultierte National Hurrikan Center der USA gab uns erst nach 6 Tagen freie Fahrt nach Albany, immer waren Risiken auf der Karte. Dort aber gefiel es auch dieser Crew, Pool, Drinks, Abenteuer mit amerikanischen Ladies ? Wir blieben weitgehend fern, das schien uns angemessen. Es waren schöne Tage mit erfrischenden Jungs und für mich zu vielen Drinks! Jetzt, nachdem alle wieder in den USA und Deutschland sind, ist „That’s Life“ wieder auf Vordermann gebracht, der Mailverkehr abgearbeitet und Diät angesagt!??

Fitness wird gross geschrieben!

Stefan, Benny,Fabian und Colby v.l.

Albany Resort und Marina

Eine Schweizer Motoryacht brachte uns auf die Idee, eine in all unseren Karten nicht verzeichnete Marina aufzusuchen, die neu, sicher und sehr schön sein sollte. Was für eine Untertreibung, ein Luxusresort, wie wir es nur bei one & only kennen, viel Platz im Hafen und sehr exquisite Restauration. Insbesondere unser Besuch aus Deutschland, aber auch wir hatten das Gefühl plötzlich zu den Superreichen zu gehören, die hier ihre Häuser gerade bauen oder schon fertig erstellt haben. „Das beste Fitness Center der Welt“ war der Kommentar der Kids! Keiner trainiert ohne Personell Trainer, ausser uns ! Für Yachties all inclusive, bei 2,5$ p/ft, ein tolles Angebot. Das Dinner am Strand unter Palmen war dann unser Höhepunkt des Aufenthaltes 25 sm westlich Nassau!

Bahamas, Mannheim, Hamburg, New York…. Bahamas!

Hier ein kurzer Einblick in die Hurricane Season : Die Sorge eines jeden Seglers, wie und wann und wo liegt mein Schiff sicher? Kann ich es dort für ein paar Wochen allein lassen? Wer kümmert sich in dieser Zeit, wenn dann doch ein stärkeres Lüftchen wehen sollte.
1. Atlantis Marina
2. Luis
3. es gab in unserer Abwesenheit im Juli und Anfang August keinen tropischen Sturm.

Stürmisch allerdings unser Deutschland Aufenthalt mit vielen privaten und geschäftlichen Terminen, mit Reisen und schönen Besuchen bei Verwandten, Kindern und guten Freunden, die uns immer wieder glücklich machen.
Dann die Abiturfeier von Michi und Mara, mit dem Geschenk, New York und Bahamas for Free! Am 21.7. ging es nach New York, mit Mara, Michi, Robbie und Sebastian. Die Stadt, die wir alle lieben, die schon dort waren, die nun auch Robbie und Uta lieben, die Stadt die niemals schläft, in der alle Nationen, alle Rassen und Religionen friedlich miteinander leben und arbeiten. Architektur und Kultur, Natur und Wunder, Hektik und Frieden ganz nah beieinander. Wir haben von Allem genossen, gut gespeist und gefeiert noch dazu. Unsere Freunde von den Yachten Antares und Trinity haben ihren und unseren Traum wahr gemacht und sind nach New York und um die Freiheitsstatue gesegelt. Sie dort zu begrüßen war eine Freude, Roberts Geburtstag zu feiern auch! 5 Tage High Speed Leben, Heli Flug und Wassertaxi included! Dann weiter nach Nassau „Sweet home“ That’s Life unversehrt und die Heimstatt für sechs Menschen für 3 Wochen, mit Törns nach Royal Island, Current Island und Albany Marina! Wenig Wind und gutes Essen von Uta und diversen Restaurants, allen voran Albany und The Dune im One and Only ! Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt, bis am 5. September Stefan mit 3 Freunden für zwei Wochen That’s Life bevölkern und wieder auf Touren bringen werden. Wir freuen uns darauf!

Regen, Blitz und Donner !

Regen, Blitz und Donner !


Haben wir doch falsch entschieden? Nachdem unsere Freunde, die auf dem Weg nach Newport sind von 200 sm Etmalen berichten, von Sonne, Wind und Strom vom Feinsten, sitzen wir hier in der Marina und ertragen seit Tagen mehr oder weniger Dauerregen und Gewitter! Na ja es gibt Schlimmeres, denn um uns herum gibt es genügend Abwechslung, wenn wir sie denn wollen. Wir haben neue Fender gekauft und Dockleinen für den Fall der Fälle. Was aber kaum zu glauben ist, hier ist die Handy und e-mail Kommunikation in den Kinderschuhen. Jetzt habe ich meine Bahamas Telecom Karte erneuert, aber internet und e-mail geht mit dem Blackberry immer noch nicht. Also müssen diese (treureal mails ) bis Deutschland auf die Bearbeitung warten.
Über web und sailmail sind wir aber erreichbar.

Regen, Sturm, Sushi und ein ruhiger Liegeplatz….

Unser Liegeplatz in der Atlantis Marina in Nassau

Wir haben das Gefühl in Abrahams Schoss zu liegen. Die ganze Nacht hat es tropischen Regen, Gewitter und Sturm gegeben. Wir haben es gehört, aber an Bord kaum gespürt. Es fühlt sich gut an, hier das Schiff den Sommer über, mit den bekannten Risiken, zu lassen. Das Umfeld ist zwar sehr touristisch, aber dafür auch für jedes Wetter geeignet. Da wir alle Einrichtungen der Hotels unentgeltlich Nutzen können, ist bei jedem Wetter etwas möglich. Das Aquarium ist besonders beeindruckend. Auch unser gestriges Shushi – Abendessen war phantastisch. Eigentlich war Blumenkohl angesagt, aber als wir beim NURI Restaurant vorbei liefen, konnten wir ob des super frischen Fisches, sieben verschiedene Arten, nicht widerstehen. Unsere to do – Liste bis zur Abreise ist fertig, jetzt steht die Umsetzung an. Hoffentlich bald mal ohne Regen, damit die Segel trocken eingelagert werden können.

Planänderung: Nassau, Bahamas

The Point macht gute Getränke !

Ich bin auch schön


Unterwegs geschlossene Freundschaften sind uns wichtig, insbesondere die drei Crews, die uns bis hierher begleitet haben. Sie bereichern unseren Segleralltag und geben Sicherheit auf See, denn auf alle kann man sich verlassen. Apropo verlassen: wir werden diese Gemeinschaft jetzt für einige Monate ihres Weges ziehen lassen, denn wir haben uns entschlossen, einen Liegeplatz der Atlantis Marina für die kommenden Monate als das Zuhause für That´s Life zu mieten, nicht nach Savannah weiter zu segeln. Wir haben hier eine der sichersten Marinas gesehen, die uns bisher begegnet ist, wir können hier mit unseren Kindern mehr unternehmen und vielleicht auch Gäste haben, die nicht unbedingt aufs Boot wollen. Wir werden dann im Juni nach Deutschland fliegen und unser schönes Boot in der Obhut der Marinamitarbeiter lassen. Zuvor aber steht viel Arbeit an, es für die Segelpause und evt. Stürme zu putzen und zu sichern.


Drei der befreundeten Yachten sind in die Bucht vor Georgetown eingelaufen, wir brauchen Diesel und wollen das flache Wasser dort meiden, deshalb ist unser Ziel die Emerald Bay Marina, etwa 12 sm nördlich von Georgetown.
Bei herrlichem Wind von 12 kn raumschots segeln wir dorthin. Wir wissen, dass die Einfahrt eng, aber betonnt ist. Der Schwell steht voll darauf, ich gebe viel Gas, das Schiff schlingert in den brechenden Wellen des Cut. Mit viel Schwung sind wir drin, aber trotz mehrmaliger Anmeldung niemand zu sehen. Einmal im Kreis gefahren, dann sehen wir einen Mitarbeiter der Marina, der uns an einen Platz winkt, der uns nicht gefällt, Wind von schräg achtern, wir können nur vorwärts in die Box! Die große Motoryacht, die auch darin liegt hat keine Fender! Klar was passiert, der Marine Mensch nimmt unsere Spring, macht sie aber nicht fest. So kann er die Leine nicht halten, ich That´s Life nicht an den Finger des Steges ziehen. Erste Schramme an der Yacht. Als alle Leinen fest sind, frage ich, warum wir bei so viel Platz nicht woanders hätten hin dürfen. „ Es könnten ja noch große Yachten kommen“. Wir waren zwei Nächte dort, keine weitere Yacht lief ein. Für den Preis, 2,2 $ pro Fuß pro Nacht wäre ein anderer Service angebracht. Wayne ist nett, aber inkompetent. Aber wir haben Strom und Wasser und einen billigen Mietwagen, mit dem wir die Insel und Georgetown erkunden.
„Das Segelmekka“ der Bahamas? Ein verlassenes Nest, in dem es gerade einen Supermarkt, ein gescheites Restaurant und viele Bruchbuden gibt, die den nächsten tropischen Sturm kaum überleben werden. Über Funk, Kanal 69, geben wir unseren Freunden Bescheid, dass wir nicht in der Stadt bleiben. Auf dem Rückweg beschließen wir, im Sandals Hotel zu Abend zu essen. Ein 6 Sterne all inclusive Resort ! Wir werden von einem Sicherheitsbeamten bis zur Rezeption begleitet, „ja Sie können einen Tagespass kaufen, 120$ mit allen Angeboten zum Essen und allen Drinks“! Wir machen das, auch wenn das einchecken ½ Stunde dauert und ich meinen Ausweis bis zum wieder gehen dort lassen muss, und halten uns dran, wir nehmen alles wahr! Erst einmal im Pub jeder ein Bier, dann ins Strandrestaurant, Uta nimmt Mahi-Mahi, ich Surf und Turf und Drinks natürlich und Wein! Alles ist sehr gut, wenn auch nicht 6 Sterne gemäß. Danach ins nächste Restaurant, noch mal eine kleine Portion gegessen, anderen Wein probiert! Wir können aber nicht mehr und ich muss noch 500m Auto fahren. Ein schöner Abend zu zweit und seit Turks & Caicos mal wieder auswärts essen. Wir fallen tot ins Bett.
Am folgenden Tag ist Einkaufen in Georgetown angesagt, zwei Bier mit unseren Freunden in Georgetown und dann wieder aufs Schiff. Wir sind wieder sehr überrascht, dass dieses Dorf einen solchen Ruf hat. Auch wenn Nebensaison ist, da ist nichts geboten, wie auch die Anderen am Abend feststellen mussten. Wir aber folgen der Empfehlung unserer Stegnachbarn und suchen das Restaurant des Grand Isles Resorts auf, das direkt an der Marina liegt. Ein herrliches Ambiente, sehr guter Service, halb so teuer wie Sandals, das Essen noch besser, der Wein gut temperiert und ein traumhafter Blick auf den weißen Strand, der wie Mehl aussieht und sich auch so anfühlt. Noch ein gelungener Abend, bevor uns die Katastrophe überfällt.
Morgens wollen wir früh zum Tanken fahren, um dann weiter den Exuma Sound entlang gen Norden zu segeln. Wir haben das Schiff am 18.05.2013 um 7.00 Uhr fertig, das Ablegemanöver besprochen. Los geht’s! Ich gebe rückwärts schub, aber leider dreht sich das Heck gegen meinen Willen mit dem Wind nach backbord, ich kann es weder mit dem Bugstrahlruder noch mit dem Ruder gerade halten! Statt voll Schub gerade zu geben, drehe ich vorn heraus aus der Box und werde seitwärts nahe an die neben uns liegenden Motoryachten gedrückt. Mit dem backbord Geräteträger touchiere ich den Anker des Nachbarbootes, der sich dort verfängt und unseren Geräteträger wie ein Spielzeug verbiegt. Ich kann mich darum nicht kümmern, da ich weiter drehen muss um nicht noch andere Schiffe zu beschädigen. Es gelingt! An der Fuel Station machen wir fest und besehen den Schaden bei uns und bei den anderen beiden Yachten, Kathrin B. aus Houston, Texas und Osprey aus Ft. Lauderdale, Florida .
Die Schäden dort halten sich im Rahmen, ein Mitarbeiter der Marina will das für 100$ wieder in Ordnung bringen. Ok! Abgemacht! Aber dennoch rufe gleich bei Pantaenius an, um den Schaden zu melden! Sicher ist sicher. Bei uns funktionieren alle Geräte, aber der Träger ist hin! Wir werden ihn in den USA neu machen lassen müssen. Ich bin super sauer auf mich, weil ich meine ich hätte es verhindern können. Ich weiß doch wie lang wir sind und welche Kraft 15 kn Wind auf unser Schiff von der Seite hat. Mehr Mut, voll zurück, hätte sicher geholfen, auch wenn das Becken nach hinten nicht viel Platz bot. Wir geben der Marina alle Daten und starten trotzdem in den Tag. Uta tröstet mich , aber sie ist nicht sonderlich erfolgreich damit. Die Ausfahrt mit viel Power genommen, treffen wir draußen auf unsere 3 Begleiter, die inzwischen die 10 sm zu uns herauf gesegelt sind. Ich beruhige mich nur langsam! Der Tag ist gelaufen. Wir haben raumen Wind, fast von achtern und segeln Richtung Nord. Ziel ist Rudder Cay Cut ! Antares mit den guten Karten auf dem Plotter schleust uns durch die Brandung und die schmale, nur 3 m tiefe Einfahrt. Anker runter, Anleger, noch einen und die uns bedauernden Freunde zum Sundowner an Bord. Ich könnte mir in den Hintern beißen, so sauer bin ich über meinen Fehler.
Gott sei Dank aber kein Schaden, der uns hindert weiter zu segeln. Es sieht nur furchtbar aus. Auch gab es keinen Personenschaden, außer an meiner Psyche, weiß ich doch, dass die Hafenmanöver nicht meine starke Seite sind. Hoffentlich klappt es in Nassau besser.
Morgens früh, am 19.05. starten wir nach Stanley Cay, wo es schwimmende Schweine geben soll. Der Exuma Sound begrüßt uns mit 20 kn Wind, nur den Klüver gesetzt rauschen wir mit 7-8 kn Richtung Ziel. Bei mir machen sich bei der Höhe der Wellen und der bei der Einfahrt zu erwartenden Dünung Bedenken breit. Wir haben „ nur“ 57 sm bis zur sicheren Durchfahrt Highborne Cay Cut! Wir schlagen daher den anderen über Funk vor, doch Staniel Cay auszulassen. Wir wissen zwar, dass alle gern diese Schweine gesehen hätten, aber ich will kein Risiko. Letztlich entscheiden sich alle, unsere Bedenken zu teilen, zumal der Ankergrund dort in Staniel Cay sehr schlecht ist und nicht sicher, dort eine Mooring zu finden, die frei ist. Also Großsegel dazu gesetzt, bis zu 8,5 kn speed mit dem Ziel Highborne Cay Cut! Leider können uns die 2mickeys nicht folgen, ihr Schiff ist zu langsam. Wir beschließen, dass sie in ein anderes Cut über Nacht gehen und wir hinter dem Highborne auf sie warten.
Dieses Nadelöhr erreichen wir um 16.30 Uhr, bei noch gutem Licht. Wir warten auf Antares und Trinity vor der Einfahrt, was für eine Welle, ein Schwell, wenn man ohne Segel dahin dümpelt. Die Welle schlägt von hinten so stark gegen das Dingi, dass wir sorgen bekommen. Endlich sind alle fertig, wir folgen wieder Antaris, hinter uns Trinity. Plötzlich über Funk „ That´s Life und Antaris für Trinity, wir müssen umdrehen, unsere Genua ist ausgerauscht!“ Das sieht aus wie eine riesige Eieruhr, klar, dass sie so nicht durch die enge Einfahrt wollen. Was machen wir ? auch umdrehen, ich habe in diesem Schwell noch 1,70m unter dem Kiel, bei quer zur Welle beim Umdrehen ist mir das zu riskant! Kurze Abstimmung mit Olaf und Andrea, wir fahren lieber weiter und lotsen dann die Trinity per AIS rein. Gesagt, getan, alles wird gut. Manche Felsen sind gerade mal 50m auseinander, aber der Schwell lässt nach der zweiten Sandbank nach, wir steuern in ruhiges Wasser, werfen Anker und sind erschöpft von diesem langen Ritt mit viel Welle, Wind und Anspannung. „Danke, liebe Freunde, dass Ihr unserem Vorschlag gefolgt seid“!

Seit Tagen versuche ich meine Kinder ans Telefon zu bekommen, weiß ich doch, dass Michi sich während seines Sportabiturs sehr geärgert hatte, was ist los? Endlich erreiche ich Robert in Südfrankreich, der mir Nachricht gibt, dass wieder alles in Ordnung ist. Auch weiß er dass es allen Brüdern gut geht! Am 20. erreiche ich dann auch Michi, der Entwarnung gibt, er klingt ganz zufrieden! Wieder Sorgen umsonst, Gott sei Dank ! Leider kann er uns nicht besuchen, da er kein USA Visum hat, sonst hätte er nach Nassau fliegen und uns nach Savannah begleiten können! Schade!
Abends sind alle Yachten wieder in Highborne versammelt, Robert credenzt uns einen seiner herrlichen Himbeer Margeritas zum Sundowner und wir verklönen den Abend bei uns an Bord.

Für 9.00 Uhr am 21. haben wir den Start nach Nassau verabredet. Pünktlich gehen alle Anker auf, der 35 sm Trip beginnt bei herrlichem Sonnenschein und 12 kn Wind aus Ost.
Es gilt die berüchtigte Yellow Bank zu überqueren, die mit Korallenköpfen gespickt ist und z.T nur 3m tiefes Wasser bietet. Bei 2,3m Tiefgang geht einem da die Muffe!
OOlaf und Andrea haben die besten Karten auf dem Rechner, wir das vorausschauende Echolot. Dann folgt Trinity und 2mickeys, die ihren eigenen Kurs segeln. Alles geht gut!
Als schon Nassau in Sicht ist, ziehen, wie vorausgesagt, dicke Gewitterwolken auf, der Wind erreicht Sturmstärke als wir die Segel schon geborgen haben. Abwarten, bis Wind, Regen und Gewitter sich verzogen haben, dann schnell in der Nassau Harbour Club Marina festgemacht, bevor weitere Gewitter aufziehen. Geschafft, ohne Schäden alles Gut!