Hafenwasser zum Trinken, aber zu salzig……

Die Wasserqualität rund um Lanzarote ist einfach unglaublich gut, wenn man bedenkt, dass im Sommer noch mehr Plankton im Wasser ist, als im Winter. Im Hafenwasser kann man 12 m tief den Grund sehen, Fische in fast jeder Größe beobachten ( siehe obiges Foto). Rund um den Hafen von Puerto Calero, die ganze Küste entlang werden Großfische geangelt, Bonitos, Thunas, Hammerhaie und vieles weitere. Wenn das auch überhaupt nicht unser Ding ist, ist doch der Fischreichtum hier eine Freude. Bei jedem Ankerausflug sehen wir Fische beim Schnorcheln, beim Fliegen ( die fliegenden Fische ) oder auch an unseren neuen Liegeplatz, der uns etwas mehr Ruhe bei Nacht, bei Wind und vor Allem beim Ein- und Ausfahren gibt, denn der alte war bei den hier vorherrschenden Nordwinden kaum allein, ohne Hilfe von Land, zu bewältigen. Mit unseren lieben Gästen, Gitta, Julia und Steve haben wir bisher schöne Tage verlebt, werden morgen, sofern es unsere leichte Grippe zulässt, nach Graciosa, einer kleinen Insel nördlich Lanzarote aufbrechen.
Dort soll erstmals Karibik feeling aufkommen. Die Temperaturen haben wir schon seit Tagen und an Land ist es kaum auszuhalten, wenn man etwas arbeiten muss. Bei uns war das heute wegen Schiffsgroßputz der Fall. Jetzt ist alles wieder salzfrei und der Rost muss draußen bleiben.
Heute Abend ist Grillen angesagt. Wir freuen uns auf leckere Steaks an Bord!

Gäste gern gesehen !

Familie und Freunde sind uns sehr wichtig. Auch wenn wir nicht immer bei Euch sein können, so verfolgen Euch unsere Gedanken. Wenn Ihr jedoch Lust habt, uns zu besuchen, lasst es uns wissen. Wir freuen uns auf Euch. Michi, mein jüngster Sohn und seine liebe Freundin Mara haben das wahr gemacht und einige schöne Tage in Portugal mit uns verbracht.

Puorto Calero

Was für eine eindrucksvolle Marina eingebettet in eine eigenwillige Landschaft. Wir liegen am ersten Ponton, mit Blick auf die kahlen Vulkanberge, das Meer und die touristischen Attraktionen dieses Hafens, das U-Boot und den Touri Catamaran, die Restaurants und die Yachten um uns herum. Sehr ruhig und doch mitten drin.
Zum Baden laufen wir 500 m oder fahren mit dem Dingi um die Hafenecke.
Die in den 90ern entstandene Projektentwicklung ist gelungen und funktioniert wohl auch wirtschaftlich. Vom Supermarkt über Boss, Tommy Hilfiger und D&G sowie Helly Hansen gibt es hier alles, was man braucht oder auch nicht. Eine Ausgangsbasis, um die Kanaren seglerisch und mit dem Auto zu erkunden. Damit starten wir heute, nachdem wir uns und das Schiff wieder auf Vordermann gebracht haben.

4 Tage mit Wind von achtern !

wenn man vom Segeln träumt, denkt man an Wind, Sonne, Schiff und manche auch an die Schiffsbewegung !
Wir hatten auf dem Törn von Portimao/Portugal nach Puorto Calero/ Lanzarote von Allem sehr viel. Besser kann das Reisen per Schiff kaum sein, wenn auch bis zu 30 kn Wind nicht immer einfach zu steuern war. Wind von NNW dann wieder von NNO dann wieder Nord. So war häufiges Halsen angesagt, reffen, ausreffen, mit ausgebaumtem Klüver und ohne. Langeweile kam nicht auf, langes Schlafen auch nicht. Dennoch 4 Tage, 570 Meilen, kein schlechtes Ergebnis. Herrliche Sonnenuntergänge, Sonnenauf- und Mond unter, Sterne zum Anfassen…..! Nur Wasser kaum Schiffsverkehr, Delphine und blaue Flecken, da die unberechenbare Dünung That´s Life und damit uns ordentlich in Bewegung hielt.
Die Ankunft auf Lanzarote, mit dem allerletzten Licht des Tages, der unbekannte Hafen Puorto Calero im Dunkeln. Perfektes Anlegemanöver, freundlichste Begrüßung durch Jose´den Hafenmeister. Ein erstes kaltes Bier und dann 12 Stunden Schlaf.

Segeln vor dem Winde….


Kurs 180°, das ist traumhaftes Segeln vor dem Winde, Richtung 358°, Segel ausgebaumt, Autopilot an, Meer beobachten, Dünung 2-3 m, Wind 15kn bis 20 kn, entspricht 4 -5 Bft, Sonne, 22° Luft, 16° Wasser, Antlantik eben. So unsere „Kennzahlen“, die die Segler wissen wollen und Etmal knapp 100 sm ohne auf „performance“ zu achten. Von La Coruna nach Cascais, einem noblen Vorort Lissabons ging es oft so oder Flaute, bei 2 m Dünung etwas unangenehm. Dafür aber täglicher Besuch der Delphine, Sonnenschutz wichtiger als reffen. Endlich haben wir richtiges Sommerwetter ohne zu schwitzen.
Die Begrüßung in der Marina Cascais war sehr windig, 25 kn von der Seite, Anspannung vor dem Hafen. Die Begrüßung dort perfekt, erst an den Begrüßungssteg mit Helfern, Einchecken mit Rotwein als Begrüßung, super freundlich und kompetente Schlauchbootbegleitung bis an den zugewiesenen Liegeplatz. Nachbarn au Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Yachten von ganz neu bis zum Oldtimer.
Eine wunderbare Hafenanlage in einer netten Vorstadt mit einer fast 10 km langen Promenade, Strand und vielen Touristen. Schon lange nicht mehr so weit gelaufen.
Am nächsten Morgen dann Lissabon, das Marine Museum! Schon das Gebäude ist faszinierend. Alle Vorbilder der Blauwassersegler findet man hier, mit Karten, Schiffsmodellen, Uniformen und Navigationsinstrumenten der letzten 6 Jahrhunderte.Wer segelt und in Lissabon dies ausläßt, macht einen Fehler. Das ganze ohne Eintritt und das am Sonntag.
Lissabon macht auf uns einen sehr besonderen Eindruck, von morbidem Charme alter leerstehender Gebäude im Centrum, über die wunderschöne Altstadt mit Blickfenstern auf den Tejo, die berühmte Brücke, das Meer, die Dächer der Stadt, moderne BÜROSTADT mit Gebäuden unterschiedlichster Architekturqualität aber immer viel Grün drum herum und daher lebenswert. Der Fluß und das Meer bestimmen das sehr angenehme Klima dieser Stadt mit 500.000 Einwohnern, deren wirtschaftliche Schwäche der Gegenwart überall abzulesen ist. Geschäfte zu vermieten, jedes 5. Wohnungen überall zu verkaufen, aber viele Touristen, die Geld in die Stadt bringen. Keiner beschwert sich bei uns, wir fühlen uns sehr wohl in dieser Stadt.

Die Biscaya vom Feinsten, und dann mitten durch Gewitterfronten

Mit unserem neuen Crewmitglied Bernd, auf dessen Begleitung wir uns sehr grfreut haben, machten wir uns von Camaret sur Mer auf den Weg über die Biscya. Der Wetterbericht versprach vornehmlich achterlichen Wind und gutes Wetter. So war es denn auch, drei wunderbare Segeltage bei herrlichem Sommerwetter, um die 23 Grad und 3-4 Bft. Wir probierten viel aus, neue Segel, Parasailor, Blister. Traumhafte Nachtfahrten bei klarem Sternenhimmel, wie wir ihn uns erträumten. Eine unglaublich entspannte Athmosphäre machte sich an Bord breit. Kleinere Fehler beim Navigieren, beim Segel setzen oder bergen wurden diskutiert und weggesteckt. Die wunderbare Zeit fand oft ihren Höhepunkt beim jeweiligen köstlichen Abendessen,von Uta zubereitet, immer mit gutem Wein und passend zum Sonnenuntergang. Dieses Meer ist jedoch nicht ohne Grund gefürchtet. Von über 4800 m steigt es rapide auf einige hundert an und verursacht Störungen der Wellenbewegung. Dies beeindruckte verschiedene Delphinschulen nicht, die wir bewundern konnten, aber veranlasste uns zu ständiger Aufmerksamkeit. So machten sich dunkle Wolken am Horizont breit, mehrere Gewitterfronten ließen ihr Wetterleuchten sehen, kamen näher und veranlassten die Crew den Skipper zu wecken, der gerade Freiwache hatte. Segel reduzieren war angesagt. Leider verhakte sich bei dem Mannöver die Großschot an einer nicht ganz geschlossenen Decksluke!!!
Ein Knall, ein Ruck und der Lukendeckel flog über Bord. „Anfängerfehler“!
Da dabei auch noch ein gebrochener Schäkel die Großschot lahm legte, motorten wir die letzten 60 sm duch mindestens drei Gewitter mit Regen und starken Boen. Die Ankunft in La Coruna am 27.06. gegen 16.00 Uhr wurde daher sehnlichst erwartet. Leider ließ uns das Hafenpersonal nicht dort anlegen, wo wir es wollten, sonder nötigte uns in eine enge Box. Das Eindrehen war bei 20 kn Seitenwind nicht einfach, gelang aber, d.h. von zwei Fehlwürfen der Festmacherleine abgesehen. So wurde die Nachbaryacht ein wenig touchiert, unsere Markierungsboje auf funktionsfähigkeit getestet und Leinenwurftraining der Crew verordnet. Nach einem Portwein, dem Anleger, war schnell alles vergessen, der Stadtbummel zum Dinner angesagt. Die folgenden Tage waren mit Aufklaren, Techniker und Luke bestellen sowie Ausflügen in die sehr reizvolle Stadt gefüllt.Morgen geht es dann weiter um das berüchtigte Cap Finestere nach Süden, der Sonne entgegen.