Ich bin so stolz !

Sebastian, Stefan, Robert und Michael

Stefan schrieb : Erstmal herzlichen Glückwunsch, starke Leistung!
Ich spreche hier auch für meine Brüder, wir sind unendlich stolz auf dich!!!! und auf die ganze thats life crew!!!
und jetzt noch ein bisschen was poetisches:)
Viele versuchen dem Leben einen Sinn zu geben, durch Arbeit und Erfolg und Familie, um dann festzustellen, dass sie zu erschöpft sind, um auch nur Zufriedenheit empfinden zu können.
Bei dir weiß ich jetzt, dass du ersteres geschafft hast und für letzteres nicht zu erschöpft bist. Vorbildlich!
Beste Grüße Stefan

Reply ↓

wolfgang on 20. Januar 2013 at 23:33 said:Edit

Lieber Stefan, lieber Robi, lieber Michi und lieber Sebastian ein schöneres Kompliment kann man von seinen Kindern nicht bekommen. Danke von ganzem Herzen ! Ihr treibt mir die Tränen in die Augen und macht mich sehr stolz Söhne zu haben, die schon in jungen Jahren so weise sind, solches zu erkennen. Ich liebe Euch ! Euer Dad

Was danach geschah !


Nach 3 Wochen Erholung, nachdenkens und weihnachtlicher Stimmung fällt es uns jetzt leichter, die Überquerung und die damit verbundenen Gefühle, Erfahrungen und Erlebnisse zu bewerten. 19 Tage und Nächte nonstop ohne Landsicht, bei immer mehr als 20kn Wind, mit Ausnahme von 4 Stunden Flaute, bei oft mehr als 4m Welle, bis zu 7 m hat ARC gemeldet, ist festzustellen, dass alles bisher sportlich und seglerisch Erlebte in den Schatten gestellt wurde. Wir haben das Abendteuer ohne wesentliche Defekte an Mensch und Schiff überstanden. Anderen, auch Freunden ging es schlechter. Die von der ARC per Funk verbreiteten Nachrichten über Schiffe, die Mast, Ruder oder Elektrik verloren haben, beunruhigten uns, speziell mich sehr. Die Verantwortung als Skipper lag manchmal, insbesondere Nachts wie Blei auf mir. Hatte ich alles gut genug bedacht, vorbereitet? Hielt das Schiff diesen z.T extremen Bedingungen stand ? Ja, wir sind mit That´s Life super gesegelt, immer etwas vorsichtiger besegelt, als andere Teilnehmer, daher auch langsamer, aber immer auf der sicheren Seite. Die Crew hatte sich auf diese Vorgehensweise geeinigt. Unser Kurs, mittig zwischen dem Südkurs von Columbus und Jimmy Cornell und dem schnelleren Nordkurs, der in diesem Jahr der Schnellste war. So hatten wir fast immer die Welle von achtern und konnten weite Strecjken mit Groß und ausgebaumtem Klüver segeln.
Nachts, bei starken Schauerboen, konnte man oft nichts sehen, außer die eigenen Instrumente! Blindflug auf dem Wasser. Viele Teilnehmer bericheten uns von gleichen Empfindungen, bis hin zu Stimmen aus dem Nichts, fast wie Halluzinationen.- Es gab bei uns nur wenige Situationen, die zu Besorgnis Anlass gaben, eine „fast“ Patenthalse bei um 90 ° drehendem Wind, verhindert diurch den Preventer
( Bullenstander) den wir immer gesetzt hatten , ein Stimmungstief zur Halbzeit, weil der Ton des Skippers zu „rauh“ empfunden wurde. Nachdem Beides geklärt war, standen dem Ziel mnur noch 1400 sm entgegen. Nun, nach 4 Wochen Distanz, herrlichem Segeln in den Grenadinen und wunderbaren Stunden zu zweit und mit Freunden von der Trinity und 2mickeys, kann ich sagen, dass ich besonders stolz auf Uta bin, die nicht nur immer die Hundewache übernahm und die schweren seglerischen Bedingungen großartig meisterte, sondern die Crew auch noch täglich mit einem warmen Essen von hoher Qualität versorgte, obwohl die Schiffsbewegungen Arbeiten immer nur mit einer Hand zuließen.
Jetzt haben wir nach wunderbaren Weihnachtstagen mit Kerstin und Robert auf unserem Schiff ( ihres war noch nicht wieder fahrbereit) und Besuchen der Admirality Bay in Bequai, bei den Pitons auf Saint Lucia, vor Mustique das neue Jahr in Rodney Bay begrüßt, mit einer kleinen Party bei uns an Bord mit acht Seglern. Das Wetter ist zwar ungewöhnlich windig, regnerisch, aber unsere Stimmung ist hervorragend. Das Leben kann kaum schöner sein. Leider trüben Nachrichten aus Deutschland ein wenig dieses traumhafte Leben. Mit dem Motto hier, soon come, oder auch maximum chill, gehen wir dann auch dieses Thema gelassen an.