Great Exuma Island, Bahamas

Was war das für ein schönes Fest !

Nun haben wir schon den 17.05.2013 und liegen in der Nähe von Georgetown, Great Exuma Island, Bahamas, in der Emeralte Bay Marina und genießen die Ruhe dieser neuen, sehr leeren Anlage. Vielleicht 50 Schiffe sind hier, 300 hätten sicher Platz. Georgetown hat uns enttäuscht, wenig Flair, kaum Segler, die Beschreibungen in der einschlägigen Segellitteratur versprachen mehr. Dafür ein Luxusabend im Sandal Resort, all inclusive für Reiche! Wir haben uns Zugang verschafft, weil wir in der Marina liegen und viel Spass gehabt, mal wieder richtig gut (auch auswärts) zu essen und freie Getränke zu uns zu nehmen. Ein sehr schöne Anlage ist dieses Resort außerdem. Morgen geht es dann weiter die Inselkette der Exumas entlang nach NW!

Happy Birthday UTA !

Heute am 5.4.2013 liegen wir hier immer noch und genießen die Ruhe, das leichte wiegen des Schiffes durch die Wellen, die Freiheit und ein wenig Arbeit, für die Stiftung, Privates etc.
Dann in die Marina! Diese ist nur durch passieren eines Kanals mit Hebebrücke erreichbar. Sie öffnet um 8.30, 9.30 und 17.30 Uhr zum Einlaufen, zu der ½ Stunde zuvor zum Auslaufen. Wir haben uns in der Marina angemeldet, werden vom Hafenmeister mit dem Dingi an der Brücke abgeholt und zu unserem Liegeplatz begleitet. Mit dem Heck zum Steg, den Anker rechtzeitig platziert, setzten wir langsam zurück. Nicht einfach bei recht starkem Seitenwind und Nachbarschiffen, die nicht gerade schmal sind. Alles gelingt gut, die Marina Leute sind sehr nett und helfen. Stromadapter gibt es auch, so sind wir wieder mit Wasser und Energie versorgt. Die IGY Marina Simpson Bay ist ok, der Supermarkt super, der Bäcker bäckt und der Yacht Club direkt an der Hebebrücke preiswert mit gutem Bier für 2 $ und einem guten Essen für 10$! Wir nehmen abends dort den Sundowner, beobachten die ein- und ausfahrenden Yachten und Superyachten. Bei manchen ist gerade noch gerade Platz für die Fender. Immer aufregend und interessant!
Am 14.4. ist richtig was los auf That´s Life ! Zunächst holen wir Julia, Utas Tochter am Flughafen ab. Sie kommt mit der Air France Maschine aus Paris. Der Flieger ist pünktlich, aber wo bleiben die Passagiere? Nach fast einer Stunde spricht mich ein junger Mann, namens Markus an, Julia fehlt ein Koffer ! Dann kommt sie selbst, gut gelaunt, aber mit einem Abholschein für den nächsten Tag. Wir nehmen Markus und Julia in unserem Mietwagen auf einen Drink an den Strand, von dem aus man die landenden Maschinen spektakulär beobachten kann. Wenige Meter über den Köpfen der Menschen setzen diese zur Landung an. Danach geht es in die Marina, wo Markus Walross und Julia That´s Life besteigen. Markus wird mit einer Crew von 11 !! Leuten bei 10 Kojen, auf die Azoren segeln! Viel Spaß, das wird sicher eng!
Wir sausen mit unserem Mietwagen zum Yacht Club um den Sundowner nicht zu verpassen und Trinity beim Einlaufen zu begrüßen. Wir haben uns 3 Monate nicht gesehen und in der Zwischenzeit so viel erlebt. Herzliche Begrüßung am Steg, gemeinsames Abendessen ein paar Drinks und viele nette Gespräche.
Am folgenden Tag mit Julia die geplante Inselrundfahrt, 3 Stunden Strand an der Oriental Beach, einen guten Hamburger zum Lunch, dann zurück zum Flughafen, den 2. Koffer holen und für Julia einen Flug von den BVIs nach St. Maarten buchen. Auf diese Weise sparen wir uns zwei Tage Segeln gegen die Windrichtung bei starkem Seegang. Dazu hatten uns Kerstin und Robert sehr geraten, denn sie mussten den Umweg über SABA machen, weil sie St. Maarten nicht anliegen konnten. Alles erledigt, außer für Uta, die für uns und die Trinity Crew ein herrliches Abendessen zauberte. Bis weit nach Mitternacht wurde geklönt, getrunken und gelacht.
Der Dienstag Nachmittag war für uns als Abreise geplant, ablegen, auf die Kanaldurchfahrt warten, Brücke auf und durch ! Am Yachtclub verabschiedeten uns winkend die Crews der Walross und der Trinity mit den Worten „ maximum chill“! Das wurde es nicht ! In der Nacht nahm der Wind immer mehr zu, unser Windmesser fiel aus, so hatte ich weder Richtung noch Stärke vor Augen. Wie früher, nur nach Gefühl wurde gesegelt. Gegen 6.00 Uhr morgens, nach zweimaligem Reffen erreichten wir den Gorda Sound im Norden der British Virgin Islands. Wunderschön und müde erreichten wir unseren Ankerplatz auf 5m Wassertiefe. Julia schnorchelt nach dem Anker, liegt gut im Sand, Schwimmen im türkisfarbenen klaren Wasser, eine Schildkröte zur Begrüßung, ein wenig Schlaf nachholen. Zum Einklarieren in die gegenüber liegende Bucht mit dem Dingi. Mit dem Wind ging es ganz gut, die Formalitäten waren schnell erledigt, aber dann gegen zunehmenden Wind war unser Dingi mehr ein U-Boot. Alles wurde nass, im Rucksack, in der Folientasche ! Uta hing alles zum Trocknen, die blauen Flecken werden ein paar Tage länger brauchen. Den Besuch einer Kneipe am Strand mussten wir abbrechen, zu viel Seegang. So gab es den Sundowner an Bord und frühes Schlafengehen. Am Donnerstag verlegten wir uns weiter südlich vor den Yachtclub „Bitter End“, eine herrliche Anlage mit allen Möglichkeiten, die ein Resort bieten kann. Vom Pool über Marina bis zu den Kitern bot sich genug, um bis zum Abendessen zu bleiben. Das Schiff an der Mooring, 5-7 Windstärken waren es dann während der Nacht. Wir liegen geschützt und warten auf besseres Wetter. Lesen, Schnorcheln, Essen und Trinken, maximum chill halt.
Am nächsten Morgen stellt sich der Passat mit seinen Wölkchen und Sonnenschein wieder ein, wir legen ab Richtung Peter Island, eine kleine private Insel am Drake Channel, der die BVIs verbindet. Little Harbour ist der Name der Bucht, die wir nur mit Klüver und 7 kn vor dem Wind ansteuern. Vorbei an der Hauptstadt, dem Touristenziel, „the Bath“, wo große Granitfelsen ins klare Wasser „gefallen“ sind, so sieht es jedenfalls aus. Wir finden die kleine Bucht schnell und versuchen es den anderen Yachten gleich zu tun, nämlich vorn den Anker und vom Heck zwei Leinen an Land. Kein ganz leichtes Unterfangen, da der Wind uns immer von Land wegdreht. Ok, dann auf der anderen Seite der Bucht. Juli nimmt sich eine Heckleine und schwimmt damit an Land, wo es ihr gelingt das Seil festzumachen. Eine zweite Leine und wir liegen wie in Abrahams Schoß! Kein Schwell, eingespannt zwischen Anker und Festmacherleine, ganz ruhig, 20m vom Ufer entfernt in glasklarem Wasser auf 6m Tiefe. Neben uns drei Kats, zwei kleinere Kielyachten. Die Kats sind mit jungen Leuten bevölkert, die das Wochenende hier verbringen, Wasserspielzeuge aller Art haben und nutzen, Party feiern und Spaß haben. Nicht immer zu unserer, aber zu ihrer Freude. Wir lesen, schnorcheln und schauen dem bunten Treiben auf, an und neben den anderen Yachten zu. Inzwischen sind Antares, Trinity und die 2 Mickeys auch in den BVIs angekommen, wie wir via Funk hören. Um unseren Defekt am Windmesser zu beseitigen, fragen wir in der Nany Cay Marina, ob es dort möglich sei. Ja, wir kennen die Elektronik Firma, die das machen kann. Olaf und Andrea besorgten uns einen Liegeplatz, während ihr Schiff einen neuen Unterwasseranstrich bekommt. Schmale, flache Einfahrt, kurzer Fingersteg, aber bei wenig Wind kein Problem. Olaf und Andrea nehmen die Leinen, wir sind seit St. Maarten wieder in einer Marina. Schiff aufklaren, Salz entfernen, sind die üblichen Aufgaben der Mannschaft. Die Techniker haben sich für den folgenden Tag angesagt. Wir erkunden das Umfeld, gehen abends im Marina Restaurant essen und den Absacker an der Strandbar genießen wir auch noch. Am kommenden Tag geht es mit dem Taxi in die Stadt, mal schauen, was die Hauptstadt von Joost van Doyle so zu bieten hat. Kreuzfahrt Schiffe, die größte Charterbasis der Welt von Moorings und sunsail! Mooringscity genannt. Dort liegen sicher noch 1000 nicht vercharterte Boote und viele Cats. Sehr beeindruckend allein die Dingi Station in der gerade 200 Caribs gepflegt und repariert werden. Aber alles ist ziemlich tot, die Saison ist vorüber, die Anlage, sehr gepflegt und riesig, wie ein Hotel angelegt, hätte mehr Leben verdient. Wir haben Durst, der lange Fußmarsch dahin, die Temperaturen fordern Getränke. Wir setzten uns an die dortige Bar, genießen den Internetkontakt und warten auf die Öffnung des Restaurants, denn wir feiern Julis Geburtstag. Morgens einen Kuchen und kleine Geschenke, Blumen aus Nachbars Garten, dann ein Traumessen bei Charlys, dem besten Restaurant der Insel. Sushi als Vorspeise, Lobsterpizza und Dessert, dazu ein guter Wein und sehr guter Service. Ein schöner Tag nicht nur für das Geburtstagskind. Der folgende Morgen brachte uns pünktlich die Handwerker, die den Geber auf dem Mast austauschen und unser Anzeigegerät im Cockpit. Alles geht wieder! So ist das Segeln des Nachts keine Quälerei mehr. Abends ist die „Fullmoonparty“ in der Trellis Bay unser Ziel. Da Juli am nächsten Tag von Jost van Dyk fliegen muss, fahren wir nicht mit dem Schiff, sondern mit dem Taxi eine dreiviertel Stunde, wir sind gespannt, ob es sich lohnt. Am Strand werden wir herzlich von Walter und Henriette begrüßt, finden einen wunderbaren Tisch direkt am Ufer und warten auf das was wohl kommt. Zunächst auch Kerstin und Robert, die weit draußen ankern. Die Bucht ist voll gespickt mit weit über 200 Booten, alle kommen zu diesem monatlich stattfindenden Event. Bier und local food vom Buffet, allen schmeckt es. Die Stimmung steigt, trotz mäßiger Musikqualität, auch wenn sich die Band bemüht! Verkleidete Stelzengänger wiegen sich zur Musik, Stahlskulpturen, die an Land und im Wasser installiert sind, werden mit brennbarem Material gefüllt und angezündet. Das bei Vollmond am Strand, ein stimmungsvolles Schauspiel mit viel Carib, bis der Tisch voll von leeren Dosen ist. Gleichzeitig planen wir unseren gemeinsamen Törn, mit vier Schiffen in drei Tagen zu den Turks und Caicos, 300 sm gen NW:
Wir verabreden uns zum ausklarieren in Great Harbour. Auf dem Weg dahin, sehen wir die AIS Kennung von Trinity und entscheiden uns mit Antares hinter Palm Island in die Bucht zu gehen, die Trinity so schätzt. Wir finden eine Mooring, Antares einen Ankerplatz und verabreden uns zum Abendessen in dem „Restaurant“ am Strand, das einzige Gebäude dort. Mäßiges Essen, teuer, aber bei guter Stimmung verbringen wir den Abend mit was, mit Carib Bier!
Morgens ziehen wir um, Mooring in der Great Harbour, Fische springen um uns herum, Turtles, einige Charterboote. Zur Besichtigung geht’s mit dem Dingi an Land! Foxys Bar, die berühmteste nach Basils in Mustique ist das Ziel, da es dort einen Dingi Steg gibt. Zufällig sitzt Foxy, ca. 60 Jahre alt, viel Charima vor seinem Lokal und singt zu seiner Gitarre ein paar populäre Lieder. „ Hey, wo kommt ihr her“? Germany, ok dann folgt eine selbst komponierte Hymne auf München und das Hofbräuhaus. Die sandige Strandpromenade, gleichzeitig Dorfstrasse und Zentrum der Insel gibt einen Supermarkt, Zollstation, zwei Restaurants, eine Bar, eine Kirche und ca. 10 Wohnhäuser preis. Wieder eine schöne Bucht mit karibischem Flair an Land.

Die Schiffe werden vorbereitet für den längeren Törn: Ziel Turks & Caicos, wo der ehemalige Manager der IGY Marina Rodney Bay Adam Foster jetzt eine neue Basis für IGY aufbaut. Wir haben reserviert. Sonderkonditionen wurden versprochen! Super Wind, SSW,15-20 kn, guter Törn ! Nur die Mickeys sind weg, weder per Funk noch per Satellitentelefon sind sie erreichbar. Die Crews der drei anderen Yachten machen sich sorgen. Guter Vorschlag von Olaf, die sind etwa 1,5kn langsamer als die drei übrigen Boote, dann sind sie jetzt ca 20 sm hinter uns, dort sehen wir einen Frachter unsere Route kreuzen. Er ruft auf Kanal 16 , fragt nach den 2 Mickeys. Ja die sehen wir. Wir rufen die an. Siehe da, dort ist alles ok ! Aber warum melden die sich nicht, nehmen das Satellitentelefon nicht ab? Später erklärt sich das, Walter hatte sein Headset angeschlossen, dann hört man den Klingelton nicht ?!

Wir müssen bremsen, reffen, denn vor 8 Uhr morgens können wir die Blue Haven Marina in den Providencials, der Hauptinsel der Turks & Caicos nicht anlaufen. Wir erreichen unseren vereinbarten Treffpunkt, die Mickeys haben mit Motor aufgeholt. „ Hallo Blue Haven, holt uns bitte in die Marina“! Nach einer kurzen Wartezeit rauscht das 100 PS Dingi an, That´s Life als erste, alle anderen sollen folgen. Es ist inzwischen 9.30 Uhr, das Hochwasser läuft bereits massiv ab. Noch 50 cm unter dem Kiel, dann 0,00 ! leichtes Berühren der Sandbank Nr.1 dann wenige hundert Meter weiter nochmals 0,00 Tiefenangabe. Mir steht der Schweiß auf der Stirn. Dann noch um die Kurve, am Riff vorbei und die neue Marina strahlt uns mit türkiesfarbenen Wasser an. Jede Menge Platz! Alle vier Schiffe sind fest, Begrüßung von den Marina Mitarbeitern und einem Schweden, die einzige Segelyacht außer uns von Auswärts, aber einige Superyachten und Fischer, eine Yacht sogar mit Hubschrauber auf dem Deck. Die Marina ist noch im Bau, aber man kann schon sehen, dass es toll wird. Das Hotel, der Pool, alles können wir mitnutzen. Tolle Duschen, eine freundliche Einladung von Adam zum Bier und BBQ am Abend. Wir schlagen bei Bier und Rumpunch zu, dann wollen wir aber richtig gut essen gehen, uns für den 3 Tagestörn belohnen. Grace Bay Resort ist das Ziel: Drinks und Essen bei Kerzenlicht direkt am Strand. Ein herrliches Menue mit guten Getränken und sehr gutem Service. Bahamas ist doch etwas anderes als Karibik, was diese Qualitäten angeht. Selbst das Einklarieren ist etwas anders. Freundliche Beamte kommen zu uns an Bord, small talk, Zigarre, 2 Formulare, Stempel und 50 $ das wars!

Die Farben, das Wasser, die Strände, T +C ist etwas ganz besonderes! Wir machen einen langen Strandspaziergang, völlig leer, hunderte von Metern, wir springen in die Brandung! Dann in den Schatten einer Strandbar! Wo gibt es Sonntags Pizza? Wir haben 3 Pizzerias gefunden, eine wollten wir nicht, die anderen hatte zu. Na ja es geht halt nicht immer alles gut.

Viele gute und sehr gute Hotels, fast nur Amerikaner und viele Shops. Auf T +C ist alles steuerfrei, auch die Einkommen, wenn man sie denn dort bezieht. Leider keine Lösung für uns.

Die Menschen auf T +C sind alle freundlich, rücksichtsvoll und zu einem guten Teil von den Nachbarinseln emigriert. Wir trafen Leute aus Haiti, Jamaica und der DomRep. Nach drei herrlich erholsamen Tagen haben wir dann am 8.Mai abends bei Hochwasser um 18.00 Uhr die Leinen losgeworfen mit dem Ziel ohne Grundberührung die Marina zu verlassen und Mayoguana, Abrahamsbay anzusteuern, die südlichste Einklarierungsinsel der Bahamas. 60 sm, ein guter Nachttrip bei normalem Wind. Wir waren wieder ein wenig zu schnell, so mussten wir reffen, um bei Tageslicht diese nicht ganz einfache Einfahrt in ein 4 sm langes Riff sicher zu schaffen. Antares allen voran, aber bei Morgenlicht nicht mutig genug einzufahren. Gegen 10 Uhr habe ich dann mit unserem Sonar und mit vorsichtigem Orten des Kartenmaterials, stimmt es mit den Tiefen auf dem Sonar überein ? die Einfahrt gewagt. Die Karte ( Navionics) stimmte genau, so gelang die Einfahrt ohne Probleme. Auf 5 m fiel dann der Anker. Was für eine riesige Bucht. Wie sollten wir hier mit dem Dingi 2 sm gegen den Wind zum Dock kommen? Wir berieten über Funk und 2 Mickeys erklärten sich bereit bei Mittagssonne die Strecke mit ihrem Schiff, 1,60m Tiefgang zu fahren. Alle Skipper also dort an Bord und vorsichtiges manövrieren durch die mit einigen Felsen gespickte Bucht bis ca. ½ sm zum Dock ging es gut, immer noch 1m unter Kiel. Kerstin, Olaf, Henriette und ich in das Trinity Dingi und Richtung Dock. Super flach, leichte Grundberührung und dann mit Paddel und Motor bis zur Ruine eines Docks, wo das Dingi verteut und der Fußmarsch angetreten wurde. Nach 10 Minuten in glühender Mittagshitze fanden wir das Büro von Customs, Immigration, social Affairs und Gemeindeverwaltung. Etwa 10 m² groß und eiskalt heruntergekühlt. Freundlich begrüßt, Mehrfach erläutert, dass wir von vier Schiffen kommen, gab es immer nur Formulare für ein Schiff, bis diese ausgefüllt und bearbeitet waren, dann gab es die nächsten. So zog sich die Prozedur von 12 Uhr bis 14 Uhr hin. 300$ für die Cruising Erlaubnis bezahlt, ich war fertig. Dann noch die drei anderen das selbe Procedere. Warum nicht alle gleichzeitig die Formulare ausfüllen durften blieb uns verborgen. Das zwischen jedem Handgriff von der netten Dame auf der anderen Seite des Sicherheitsglases getrunken und gegessen wurde sei am Rande erwähnt. Leider weder trinkbares in der Nähe, noch eine Toilette. So allmählich gerät man dann unter Druck. Inzwischen war das Wasser abgelaufen, Ebbe! Das Dingi konnte nur einen kleinen Kanal entlang gepaddelt und dann gemotort werden, gegen 15.00 Uhr zurück auf unseren Schiffen. Wir waren ziemlich geschafft. Ankern mitten im Meer, doch herrliches Wasser um uns rum mit Schildkröten und Fischen. Am darauf folgenden Morgen beschlossen wir Little Harbour auf der Insel Long Island anzulaufen. Zunächst 10 kn Wind aus SO, dann immer weniger, so konnten wir die 120 sm in zwei Tagen nicht schaffen. Motoren war auch keine echte alternative, zu viel Diesel für diese Strecke. Dazu türmten sich zunehmend Gewitterwolken auf. Gegen 14 Uhr waren wir von Gewittern eingekreist. So trafen wir die Entscheidung, in West Plana Cay den Anker zu werfen, die Nacht, die Gewitter dort abzuwarten. Ein Telefonat mit Wetterwelt bestätigte mich, den anderen diesen Vorschlag zu unterbreiten. Begeisterung bei der Crew der Antaris, Ablehnung die Trinity, die 2 Stunden nach uns von Mayoguana gestartet waren, 2 Mickeys waren noch dort geblieben. Schöne sichere Bucht, auf 6m fiel der Anker westlich von Plana Cay. Die Gewitter kamen immer kräftiger, Blitze überall! Uta mochte das noch weniger als ich, kroch in die Koje und schlief. Sturzbäche von Gewitterregen, 35kn Wind zogen über unsere Schiffe. Wenig Schlaf, kalte Füße, aber alles ging gut, unsere Verabredung um 4 Uhr zu funken und zu entscheiden ob wir so früh nach Conception Island oder nach Little Harbour weiter segeln ergab, wir bleiben noch bis 8.00 Uhr und gehen dann direkt auf die 110 sm entfernte Insel Conception los! Der Morgen begrüßte uns mit Passatwind und Sonnenschein. Wunderbares Segeln bei zunächst 10 kn aus Ost, dann immer mehr bis 20kn aus SO! Unter vollen Segeln erreichten wir 9,4kn bei halbem Wind! Traumwetter! Wieder einmal hatten wir die richtige Entscheidung getroffen. Trinity hatte sich in der Kajüte verschanzt und die Gewitter vor Top und Takel treibend abgewettert. Zu allem Pech konnten sie wegen der Welle aus Ost Little Harbour nicht anlaufen und nahmen dann Kurs auf Conception. Es war klar, dass wir dort erst gegen 2.00 Uhr nachts ankommen würden, Aber die weithin frei von Riffen geöffnete Bucht nach Westen hin war leicht zu erreichen. Trinity hatte uns mit IKEA Lichterkette das Ziel signalisiert und per Funk durchgegeben, wo es guten Ankergrund geben würde. Glücklich lagen wir um 3.00Uhr vor Anker und schliefen gut bis zum Morgen. Whow, was für ein Erwachen! Herrlichstes Wasser, schon morgens türkiesfarben, 20 m Sicht, Traumstrände und nur wenige Yachten. Wir verholten näher an den Strand, schwammen an Land und fanden alles vor, was man sich an Trauminsel wünscht. Mehliger weißer Strand, super klares Wasser in allen Farben, ein Delphin beim ersten Schnorcheln, Haie, Papagaienfische, Palmen, Sträucher, und das bei einer maximalen Höhe der Insel von 15m. Auf der Ostseite, 100 m weiter wieder herrliche Buchten und Felsformationen in allen Farben. Das ist Utas Geburtstagsinsel.
Der 12. Mai 2013, der 50. Geburtstag sollte nach Utas Wünschen auf dem Meer gefeiert werden, ohne Tamtam und ohne große Feier. Sie entschied sich aber dann doch die anderen Crews um 20 Uhr zum Umtrunk zu bitten. Wir, Uta und ich begannen die Feierlichkeiten allerdings bereits um 18.00 Uhr, Mitternacht deutscher Zeit mit Champagner und Glückwünschen der besonderen Art anlässlich des 50. Eine Kerze auf der Käseecke, Sonne, Strand, Trauminsel, Wasser wie aus der Mineralwasserflasche, kaum Wind vor Anker !
Um 2.00 Uhr morgens war die Party aus, wir gut angetrunken und die Gäste wieder auf ihren Schiffen! Hier bleiben wir noch ein paar Tage, schöner kann es kaum werden! Dann irgendwann in den nächsten Tagen geht es weiter nach Georgetown und dann mit einem langen Trip nach Nassau/ Bahamas!

von Traumstrand zu Traumstrand


Wir sind in wenigen Stunden von St. Barth nach Sint Maarten ( holländische Antillen) oder auch Saint Martin ( französiche Seite ) gesegelt. Die Insel ohne Grenzen, die zur einen Hälte zu Holland, zur anderen zu Frankreich gehört. In beiden Teilen wird mit US $ bezahlt ?? obwohl zur EU gehörend. Keiner weiß hier warum. Wir ankerten zunächst vor der Simpson Bay und sind dann durch den mit einer Hebebrücke versehenen Kanal in die Lagune zur Simpson Bay Marina geschippert, wo wir bis heute und dann noch bis zum 16.04.2013 liegen werden. Nette Leute, ganz ordentliche Marina und ein sehr netter Yacht Club, direkt am Kanal, wo man einfahrende und ausfahrende Schiffe begutachten kann, dabei ein gutes Carib oder Corona trinken, preiswert essen und immer Yachties treffen kann. Wir sind fast jeden Nachmittag dort, zum Sundowner und zu den Öffnungszeiten der Brücke, dreimal täglich geht das „Tor“ auf.
Die Inselrundfahrt war interessant, manche Buchten einfach traumhaft. Spektakulär ist der Strand, über die die großen Flieger hier hereinrauschen. Demnächst ein paar Fotos dazu. Heut kommt auch Julia, Utas Tochter, für zwei Wochen an Bord, um mit uns die Virgin Islands zu besuchen, wir freuen uns auf Beides.

Saint Barth ! VIP Insel! und ein Paradies auf Erden


Zu schön ? Es ist kaum zu glauben, aber es geht immer noch besser! Wir haben neue Steg Nachbarn, 4 junge Berliner, von denen zwei mit einem 9m Schiffchen den Atlantik überquerten, ein Dritter muss inzwischen wieder arbeiten. 2 Studenten, 2 junge Angestellte, die sich mit 35.000 € ihre Aura kauften und für den Atlantik –rund- Trip ausrüsteten. Wir haben mit Ihnen eine Inselrundfahrt gemacht, zusammen sehr nett zu Abend gegessen und geklönt. Die Insel ist eher enttäuschend, nichts besonders sehenswertes außer einem Küstenabschnitt im Osten „Devils Bridge“ genannt, in dem das Wasser eine natürliche In St. Martin trafen wir sie wieder. Am 1.4. hatten wir vor, nach Barbuda zu segeln. Bei Aufbruch kam der Wolkenbruch! 30 kn Wind von vorn, da reichte es gerade bis zur Tankstelle. Volltanken, dann English Harbour, Antigua verlassen. Als wir die Nase von That´s Life aus der Bucht haben schauen lassen, entschieden wir nicht nach Ost, in Windrichtung und gegen die Dünung zu segeln, sondern gerade anders herum, um Antigua, also mit dem Wind und dann schauen, ob wir hoch an den Wind kommen, um Barbuda anzusteuern. Nur mit dem Klüver sind wir mit 8-9kn unterwegs. Um das Old Road Bluff herum, den vielen Riffen ausweichend, stellten wir fest, dass uns das Ziel zu anstrengend werden würde und entschieden uns für St. Barth als nächstes Ziel. 12 Stunden könnten es werden, ca. 70 nm ! Das hieße am frühen Morgen ankommen bei wenig Fahrt, gegen Mitternacht bei viel Wind und gegen 22.00 Uhr wenn´s super läuft! Es lief super! Mit 7-10kn nur unter Klüver schoss unser Schiffchen gen St. Barth, wo über Ostern die St. Barths Easter Bucked Regatta statt fand. Einge der Teilnehmer hatten wir dann in Sichtweite, da sie, meist unter Motor den Gegenkurs fuhren. Der Wind nahm bis auf 30kn aus SE zu! Wir waren gespannt, ob wir bei dieser Düse und dem Seegang einen einigermaßen ruhigen Ankerplatz finden würden. Shells Beach hatte ich als denkbaren Platz für die erste Nacht gewählt. Um 21.30 Uhr schlichen wir in stockdunkler Nacht in die Bucht. 3 Yachten machten wir als bereits dort liegende aus. Eine mit gelben Tonnen markierte Ankerverbotszone beachten, den Schwojenkreis unseres Schiffes, die Felskannte am Ufer, die Welle und die eigene Fahrt ist nicht ganz einfach. Uta bereitet den Anker vor und gibt die Richtung an! Halt, da liegt noch ein unbeleuchtetes kleines Kajütboot! Noch ca. 10 m weg, es war nicht zu sehen gewesen. Volle Kraft zurück, einen neuen Platz suchen, leider ein wenig weiter draußen, heißt auch mehr Schwell durch die einlaufenden Wellen. Der zweite Versuch sitzt. „Anleger“ trinken, Betten raus, gute Nacht! Von wegen, ich habe die Navigeräte an, der Plotter zeigt per GPS unsere Position, hält der Anker? Bleibt der Wind aus dieser Richtung, wir haben keinen idealen Platz gefunden, aber immer 1 Stunde Schlaf, Plotter Blick, ok ! Weiter schlafen. Um 6 Uhr wird es hell, eine wirklich wunderschöne Bucht, aber nicht zum Bleiben! Anker auf und Richtung Gustavia, 2 sm unter Motor, ein riesiges Ankerfeld in der großen Bucht. Wir finden einen Platz am Rand zur Fahrrinne hin. Nein sagt der Marinero, Ihr müsst weiter rein, auch der Hintern von That´s Life muss aus der Fahrrinne. War er, aber wer das Sagen hat ist hier ganz klar. Wir liegen auf 15m, in glasklarem Wasser und werden von einem Turtle begrüßt! Sie schaut uns freundlich an und taucht dann zu ihren Schildkrötenkollegen wieder ab. Was liegen hier für Schiffe! Bis über 180 ft., also über 60m lange Segel und Motoryachten. Wir frühstücken, machen das Dingi klar und düsen zum Einklarieren. Ganz schön nass hier bei der Welle gegen den Wind ! Einklarieren hier nur eine Station! Aber auch das Ankern kostet hier Geld, 30 Dollar für zwei Tage. Wir bezahlen und machen einen ersten Stadtrundgang! Ein sauberes nettes Städtchen, früher schwedisch, seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wieder französisch. Die Baustile vertragen sich, Südschweden und Bretagne gemischt, dazu sehr moderne Wohn – und Geschäftshäuser, Villen, Hotels! Kein Gebäude mehr als drei Stockwerke. Das Ganze gefällt uns auf Anhieb.
Zurück zum Schiff, ausruhen, ein wenig Schlaf nachholen, Entscheiden was wann wo wie anschauen. „Lass uns in einem der schönen Strandrestaurants etwas essen“, mein Vorschlag! Ich entdecke eine Werbung für ein Hotelrestaurant mit Life Musik. Da fahren wir hin und haben wieder das große Los gezogen, Mahi mahi Tartar vom Feinsten, Angus Beef Tartar ebenso guter Wein, sehr guter Service und ein angenehmer Gitarrist, der life das Essen begleitete. Ist das Brittney Speers, Uta nein, ich ja, Ergebnis nein !

Der Taxifahrer holt uns wieder ab, wir sind bei bester Stimmung wieder zu Hause. Wir entscheiden uns für den kommenden 3.4. einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel zu erkunden, die sich durch die vielen VIP Urlauber und Yachten einen so guten Namen gemacht hat. St. Barth ist 20 km² klein, hat aber über 20 herrliche weiße Strände und wunderbares klares Wasser, dass sich in allen blau und türkis Farben in der fast immer scheinenden Sonne zeigt. Jede neue Bucht ein whow, jeder neue Strand ein yeah, und selten mehr als 20 Menschen je 500m ! Diese Insel hat es uns sehr angetan, hier könnte man auch leben! Die Lebenshaltungskosten etwa wie Düsseldorf, die Hauspreise auch und höher! Gut, dass wir unser Schiff haben.

Um unsere Freunde Henriette und Walter von der two Mickeys zu treffen, machen wir uns am 4.4. um 10 Uhr auf nach St. Martin, eine der Niederländischen Antillen, ca. 12 sm nördlich St. Barth. In drei Stunden fiel der Anker vor der Hebebrücke, die die Simpsons Bay mit der Lagune verbindet, nein von dieser trennt, wenn man einen Mast hat. Auf 10 m fäält der Anker und hält. Uta braucht ein Päuschen, ich bereite das Dingi vor, dann einklarieren, in die IGY Simpsons Bay Marina um die Freunde zu treffen. Großes Hallo, alle freuen sich und zur Begrüßung 3-4 Bier, wunderbare Honey Nüsse und viel zu erzählen, wenn Tourensegler unterwegs sind woher, wie war´s, warum, warum nicht, was kommt, wohin, warum, warum nicht, was kostet es, ist das sicher?
Dann der Anruf von Stefan, Marketing Klausur mit 3 bestanden ! Große Freude, ein Bier noch auf Dich! Feier schön!
Heute am 5.4.2013 liegen wir hier immer noch und genießen die Ruhe, das leichte wiegen des Schiffes durch die Wellen, die Freiheit und ein wenig Arbeit, für die Stiftung, Schwabes und unsere Steuern, dafür kaufen andere ein halbes Schiff!

Antigua erreicht

Nachdem es uns gelungen ist, unseren „alten“ Watermaker gegen einen Neuen zu tauschen, was uns nochmals fast 1000 € kostete, ging es endlich weiter. Wir verließen die Marina Le Marin und machten uns auf Richtung Norden, d.h. in diesem Fall die nördlichste Bucht von Martinique, Saint Pierre. Eine ungewöhnliche Bucht mit sehr steil abfallender Küste. In einer Entfernung von 500 m vom Strand noch 60 m tief, bei 200 m noch 30m. Schwer einen guten Ankerplatz zu finden. Auf 25m fiel er dann, 70m Kette gesetzt! Der Anker hielt gut. Am Morgen besuchte uns ein Ranger und teilte uns mit, dass wir in einer Ankerverbotszone liegen, da zwischen uns und dem Anker ein Wrack liege. Beim aufholen sollten wir direkt über den Anker fahren ! Vielleicht sollten die Karten auch die ausliegenden Tonnen enthalten ? Alles gin gut ! Von St. Pierre nahmen wir Kurs auf die Iles des Saintes, ein kleines Island Paradies südlich von Guadeloupe! Wir starten mittags, um am nächsten Morgen, bei Sonnenaufgang unser Zielgebiet anlaufen zu können. Ab 19.00 Uhr bis 00.30 Uhr totale Flaute entlang der Insel Dominica! Um 23.00 Uhr hatte ich die Nase voll, zumal wir langsam auf die Nordküste zu trieben. Motor an und ein paar Meilen gewinnen. Ab 2.00 Uhr übernahm dann wieder der Wind den Vortrieb. Er nahm heftig zu, so dass wir sogar noch reffen mussten. 5.30 Uhr, in der wunderbaren Morgendämmerung schlichen wir durch die enge Einfahrt zwischen les Augustins und Terre de Bas. Einige Superyachten in Mitten des Pas du Sud vor Anker umschiffen, einen Ankerplatz in der Bucht von Bourg des Saintes finden. Alle Moorings waren noch besetzt. Anker auf 15 m gefallen, zwei Delfine begrüßten uns auf ihrem Morgenspaziergang. Frühstück und dann ein paar Stunden Schlaf. Unsanft weckte uns der Ruf : „Skipper de That´s Life“ ! Wir durften im Mooring Feld nicht ankern. So suchten wir uns an der NO Seite der Bucht eine dann freie Mooring. Die Uta sofort mit dem Bootshaken zu fassen bekam. Mooring fest für zwei wunderbare Tage in dieser herrlichen Bucht. Bei einem ersten Landgang konnten wir die schmucken Häuschen, bunt angestrichen, sehr gepflegt bewundern, schöne kleine Restaurants befanden sich darunter. Einklarieren ? Nein, wenn Sie aus Martinique kommen, nicht nötig! Ausklarieren nein auch nicht. Für den Abend fanden wir ein Restaurant, zwar nicht am Wasser, aber sehr gepflegt in der „Hauptstrasse“ der Fußgängerzone, wenn man in diesem Dorf das so sagen kann. Der Koch und Chef reservierte uns einen schönen Tisch draußen, gab uns Empfehlungen und enttäuschte uns nicht.
Für den nächsten Morgen hatten wir uns Frühsport verordnet. Das 1867 erbaute Fort Napoleon liegt auf einem 320m hohem Hügel, den wir vor dem Frühstück erklommen, da es um 9.00 Uhr öffnete waren wir die ersten Besucher und genossen einen traumhaften Ausblick über die Iles des Saintes und bis nach Guadeloupe. Ein Schild verkündete „ Einer der schönsten Ausblicke der Welt, oder der Schönste“! Egal jedenfalls traumhaft. Danach mit frischem Baguette das herrliche Uta Frühstück und ein bisschen Ruhen.

Am 26. März, morgens 10 Uhr Start in den Norden von Guadeloupe, Anse Deshaies, der Absprung nach Antigua. Herrliches Segeln der Küste von Guadeloupe folgend, bis etwa 10 sm vor der Bucht, in der wir die Nacht verbringen wollten. Winddrehung um 90 Grad, nur noch Thermik, Wasser zu Land Wind, fast aus unserer Zielrichtung, hieß abfallen, abfallen bis wir Richtung Cuba NW Kurs anliegen hatten. Das machte noch keinen Sinn! Also leider unter Motor die letzten Meilen und in der sehr romantischen von Palmen gesäumten Bucht den idealen Ankerplatz gefunden. Wunderbare gefüllte Paprika genossen, die vorbeischwimmende Schildkröte bekam leider nichts ab, Stratos Wein aus Lanzarote dazu, um 20.00 Uhr in den Tiefschlaf, nachdem noch mindestens 10 Schiffe irgendwie Platz gefunden hatten. Dann wieder mit dem Hellwerden um 5.30 Uhr Start Richtung Antigua, dem Mekka aller Segler in der Karibik. Erst wenig Wind, dann 15-20 kn aus ENE ! Herrlich, unter voller Beseglung mit 7 kn im Schnitt Richtung English Harbour, wo im April die Antigua Sailing Week stattfindet, dieses Jahr mit über 200 Schiffen. Dann sind wir längst weg. Die Einfahrt ist ein wenig knifflig, da flach und schmal, dann aber doch gut zu meistern. Einer der Schönsten Segeltage meines Lebens! Viele Yachten ankern hinter dem Fort Berkeley Point, in der Freemans Bay, zu eng befinden wir. Also weiter in den Naturhafen, an Nelson´s Dockyard vorbei, Anker fällt in der Ordonance Bay. Über Funk meldet sich der Hafenmeister. Zu nah an seiner Mole ! Was will er ? Ich bitte ihn langsamer zu sprechen, er versucht es wieder und bekundet, wir sollen mehr Kette lassen, dann würde es wohl gehen. Dingi klar, zum einklarieren fahren. Dieser Prozess ist hier schweißtreibend, da super heiß, und viele Stationen anzulaufen waren.
1. Customs
2. Easy Clear per Computer
3. Customs
4. Immigration
5. Harbour Authority
Geschafft !!

Zurück mit dem Dingi und dringend einen Anleger trinken ! Halt, da kommt der Hafenmeister und will, dass wir doch woanders ankern, die gerade rein kommenden Risenyachten (90 ft und mehr ) brauchen mehr Platz. Dürfen wir an die Pier ? Na klar ! Warum antworten sie hier nicht auf meine Reservierungsanfrage ? Es bleibt ihr Geheimnis. Anker auf, um die Gebäude herum gefahren. Mit Anker vorn langsam rückwärts (stirn to pier ) festmachen. Das erste Mal machen wir das so! es hat gut geklappt. Jetzt endlich etwas trinken, Ruhe, Motor aus und duschen! Der Pastis war ein heavy metall Drink! Uta hatte vom Ankerplatz ein schönes Restaurant gesehen. Admirals Inn ! Mal schauen, ob nur ein Drink oder Dinner ? Was für ein wunderschön restauriertes altes Gebäude, 10 Zimmer, Restaurant, Bar, Terrasse. Eine sehr freundliche Begrüßung, ja, schauen Sie sich gern um. Erst ein Bier und eine frozen Margaritha, dann ein Sterne verdächtiges Menu vom Chef, einem Dänen, der uns jeden Gang kommentierte. Herrlich, freundlich delicieus ! Was für ein Traumtag eine Abenddämmerung im Mekka des Segelsports. Ich bin so dankbar, das mit Uta erleben zu können. Wir bleiben noch zwei Tage. Hier ist es zu schön !

Martinique, Meer der Blumen und der weißen Strände

Martinique ist die Insel der Farben, der Blumen, Blüten und der unglaublichsten weißen Sandstrände

Wenn man, wie auch wir, vor Jahren von Karibik träumte, dann waren das Bilder von weißem Strand, allen blau Schattierungen des Wassers und Palmen. Das alles gibt es auf dieser Insel reichlich. Das es aber auch Regenwald, eine schier unübersehbare Blütenpracht gibt war uns neu. Wer hier auf der Insel etwas auf sich und sein Haus hält, und wirtschaftlich halten kann, der verfügt über blühende Gärten in allen denkbaren Farben.

Wir warten hier in Le Marin auf die Reparatur unseres immer noch nicht funktionierenden Watermakers und geben damit den Handwerkern eine letzte Chance, nachdem schon in Las Palmas einer eine Woche daran geübt hat. Das Warten lässt sich aber bei herrlichem Wetter, einer wunderbaren Insel und sehr freundlichen Yachties im Umfeld gut aushalten. Wir haben drei Tage mit einem Polo die Insel erkundet und an einsamen Stränden in herrlicher Brandung gebadet. Gut dass auch die Literatur dank ebook nicht ausgeht.

auf dem Weg zu neuen Ufern !

Das kalte Deutschland hat von uns alles gefordert. Grippe und Termine, Job und Familie, Freude und Anspannung, Besuch und Besuche. So ist es, wenn man
Urlaub zu Hause macht. Eine ganz neue Erfahrung mit vielen Eindrücken und Erzählungen von allen Seiten. Hamburg, Kiel, Düsseldorf, Chemnitz, Mannheim, Frankfurt waren unsere Stationen. Mit meinen Freunden in Hamburg und Kiel hatten wir schöne Stunden! Danke für Eure Gastfreundschaft! Die Boot war wie immer ein Highlight, aber so viele Menschen, wir fremdelten ein wenig. Nicht bei Thomas auf dem ISTEC Stand, beim Abendessen und auch sonst, aber beim Beschaffen der Ersatzteile, bei Pnataenius, bei den immer interessanten Vorträgen. Schön zu wissen, dass es den Kindern gut geht, die Familie insgesamt gut drauf ist. wir freuen uns auf die Wärme, unser Schiff und die Inseln, die wir jetzt ansteuern werden, Martinique, Dominica, Guadeloupe und die BVIs.

Ich bin so stolz !

Sebastian, Stefan, Robert und Michael

Stefan schrieb : Erstmal herzlichen Glückwunsch, starke Leistung!
Ich spreche hier auch für meine Brüder, wir sind unendlich stolz auf dich!!!! und auf die ganze thats life crew!!!
und jetzt noch ein bisschen was poetisches:)
Viele versuchen dem Leben einen Sinn zu geben, durch Arbeit und Erfolg und Familie, um dann festzustellen, dass sie zu erschöpft sind, um auch nur Zufriedenheit empfinden zu können.
Bei dir weiß ich jetzt, dass du ersteres geschafft hast und für letzteres nicht zu erschöpft bist. Vorbildlich!
Beste Grüße Stefan

Reply ↓

wolfgang on 20. Januar 2013 at 23:33 said:Edit

Lieber Stefan, lieber Robi, lieber Michi und lieber Sebastian ein schöneres Kompliment kann man von seinen Kindern nicht bekommen. Danke von ganzem Herzen ! Ihr treibt mir die Tränen in die Augen und macht mich sehr stolz Söhne zu haben, die schon in jungen Jahren so weise sind, solches zu erkennen. Ich liebe Euch ! Euer Dad

Was danach geschah !


Nach 3 Wochen Erholung, nachdenkens und weihnachtlicher Stimmung fällt es uns jetzt leichter, die Überquerung und die damit verbundenen Gefühle, Erfahrungen und Erlebnisse zu bewerten. 19 Tage und Nächte nonstop ohne Landsicht, bei immer mehr als 20kn Wind, mit Ausnahme von 4 Stunden Flaute, bei oft mehr als 4m Welle, bis zu 7 m hat ARC gemeldet, ist festzustellen, dass alles bisher sportlich und seglerisch Erlebte in den Schatten gestellt wurde. Wir haben das Abendteuer ohne wesentliche Defekte an Mensch und Schiff überstanden. Anderen, auch Freunden ging es schlechter. Die von der ARC per Funk verbreiteten Nachrichten über Schiffe, die Mast, Ruder oder Elektrik verloren haben, beunruhigten uns, speziell mich sehr. Die Verantwortung als Skipper lag manchmal, insbesondere Nachts wie Blei auf mir. Hatte ich alles gut genug bedacht, vorbereitet? Hielt das Schiff diesen z.T extremen Bedingungen stand ? Ja, wir sind mit That´s Life super gesegelt, immer etwas vorsichtiger besegelt, als andere Teilnehmer, daher auch langsamer, aber immer auf der sicheren Seite. Die Crew hatte sich auf diese Vorgehensweise geeinigt. Unser Kurs, mittig zwischen dem Südkurs von Columbus und Jimmy Cornell und dem schnelleren Nordkurs, der in diesem Jahr der Schnellste war. So hatten wir fast immer die Welle von achtern und konnten weite Strecjken mit Groß und ausgebaumtem Klüver segeln.
Nachts, bei starken Schauerboen, konnte man oft nichts sehen, außer die eigenen Instrumente! Blindflug auf dem Wasser. Viele Teilnehmer bericheten uns von gleichen Empfindungen, bis hin zu Stimmen aus dem Nichts, fast wie Halluzinationen.- Es gab bei uns nur wenige Situationen, die zu Besorgnis Anlass gaben, eine „fast“ Patenthalse bei um 90 ° drehendem Wind, verhindert diurch den Preventer
( Bullenstander) den wir immer gesetzt hatten , ein Stimmungstief zur Halbzeit, weil der Ton des Skippers zu „rauh“ empfunden wurde. Nachdem Beides geklärt war, standen dem Ziel mnur noch 1400 sm entgegen. Nun, nach 4 Wochen Distanz, herrlichem Segeln in den Grenadinen und wunderbaren Stunden zu zweit und mit Freunden von der Trinity und 2mickeys, kann ich sagen, dass ich besonders stolz auf Uta bin, die nicht nur immer die Hundewache übernahm und die schweren seglerischen Bedingungen großartig meisterte, sondern die Crew auch noch täglich mit einem warmen Essen von hoher Qualität versorgte, obwohl die Schiffsbewegungen Arbeiten immer nur mit einer Hand zuließen.
Jetzt haben wir nach wunderbaren Weihnachtstagen mit Kerstin und Robert auf unserem Schiff ( ihres war noch nicht wieder fahrbereit) und Besuchen der Admirality Bay in Bequai, bei den Pitons auf Saint Lucia, vor Mustique das neue Jahr in Rodney Bay begrüßt, mit einer kleinen Party bei uns an Bord mit acht Seglern. Das Wetter ist zwar ungewöhnlich windig, regnerisch, aber unsere Stimmung ist hervorragend. Das Leben kann kaum schöner sein. Leider trüben Nachrichten aus Deutschland ein wenig dieses traumhafte Leben. Mit dem Motto hier, soon come, oder auch maximum chill, gehen wir dann auch dieses Thema gelassen an.

….St. Lucia Rodney Bay Marina glücklich erreicht !

Das erfolgreiche Team der That´s Life in der Rodney Bay Marina St. Lucia

nach 19 Tagen auf hoher See haben wir müde, mit sehr angespannten Nerven, St. Lucia erreicht. “ Ich möchte gar nicht ankommen “ so Utas Kommentar wenige Meilen vor der Rodney Bay Marina! „Hier ist es so friedlich und still! Uns erwarten Musik, laute Stimmung und viele Menschen.“ Ja außer Crew, Schiff und Atlantik war nicht viel zu sehen, zu riechen, zu spüren. Eine sehr stürmische ARC, anstrengend, hohe Wellen, viel Wind, viele Squalls(Schauer) und schnell. Wir haben es genossen, hatten Respekt vor Wind, Wasser und Wetter und kaum Defekte. Die Crew war verantwortlich unterwegs und daher erfolgreich. Viele Yachten hatten Probleme, wir Gott sei Dank nicht. Wir geniessen jetzt die Wärme, die Stimmung und das Ausschlafen.